Verein Pferdefreunde Dachau e.V. Verein Pferdefreunde Dachau e.V.

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Die Geschichte der Pferdefreunde Dachau

Vor knapp 50 Jahren war die Hauptversammlung der "Pferdefreunde Dachau" eine familiäre Angelegenheit: Man traf sich auf der Stallgasse im Stall Heitmeier in Günding, genau 18 Pferdenarren hatten 1968 die Pferdefreunde aus der Taufe gehoben.

Heute zählt der einst so kleine Verein zu den Größten in Deutschland - und jetzt konnten die "Pferdefreunde Dachau" ihr 1200. Mitglied begrüßen.

Zwillinge Anna und Lisa

Die Zwillinge Anna und Lisa sind Mitglied Nr. 1200 und 1201. Bei ihnen liegt die Begeisterung in der Familie: Ihr Großvater Josef Faber war einst der Präsident der Pferdefreunde Dachau und ist heute mit seinem Stall Magdalenenhof im Dachauer Gewerbegebiet natürlich immer noch den Pferdefreunden Dachau angeschlossen.


„Mit 1200 Mitgliedern spielen die Pferdefreunde Dachau eindeutig in der Bundesliga der Reitvereine", stellt auch Thomas Hartwig, Pressesprecher der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf fest. Um genau zu sein: Es gibt nur noch einen Verein in der Bundesrepublik, der größer als die Pferdefreunde ist: Der Aachen-Laurensberger Rennverein. Da sind die Dachauer in guter Gesellschaft ...


Für Hartwig ist klar: "Nur so große Vereine können ihren Mitgliedern auch vieles bieten. Leider geht der Trend trotzdem zu einer immer stärkeren Aufsplitterung der Vereine. Jeder kleine Stall gründet einen eigenen Verein, häufig mit weniger als 100 Mitgliedern. Da langen die Finanzen dann kaum für ein einziges Turnier. Ein Verein in der Größenordnung der Pferdefreunde hat da einfach ganz andere Möglichkeiten."

Die Größe des Vereins rührt von der Idee der Gründer her. Franz Sandmeier, in den ersten Jahren maßgeblich engagiert für den kleinen, neuen Verein erinnert sich: "1968 gab es kaum Reitställe. Da war der Stall Heitmeier in Kienaden / Günding, der Eschenhof und Waldfrieden. Wir wollten verhindern, dass jeder einen eigenen Verein gründet und haben das Prinzip der angeschlossenen Ställe entwickelt."


Das Prinzip ging auf: Heute haben die "Pferdefreunde Dachau" über 50 angeschlossene Ställe im Landkreis. In den Gründungszeiten diente der Stall Heitmeier als Vereinsstall, anfangs besaß der Verein sogar eigene Schulpferde, auf denen Franz Sandmeier Unterricht gab. Natürlich bei Flutlicht im Freien - an eine Halle war noch nicht zu denken.


Keimzelle des neuen Vereins war damals aber auch der Gasthof Kronschnabel in Udlding. Die Familie Lachner hatte hier ein paar Ponys - und im Garten der Gaststätte fand auch das erste bescheidene Turnier der Pferdefreunde statt.

Die Namensgebung war übrigens eine bewusste Entscheidung gegen die schlichte Bezeichnung "Reitverein". Franz Sandmeier erinnert sich: "Wir wollten ganz deutlich machen, dass bei uns nicht nur Reiter willkommen sind, sondern auch Fahrer, Züchter - und natürlich auch einfach Pferdenarren, die diese Tiere einfach mögen, ohne ein eigenes zu besitzen oder reiten zu können."


So war der allererste Vorstand tatsächlich auch kein Reiter: Landwirt Thomas Blümel hatte einfach ein Herz für die großen Vierbeiner. Ende der 60er war es ja auch keinesfalls klar, ob das deutsche Pferd wirklich Bestand haben würde. Als Arbeitstiere wurden Pferde nicht mehr gebraucht, als Kameraden für den Sport kamen sie erst später in Mode. Initiativen wie "Rettet das Pferd" setzten sich damals für die Weiterzucht der edlen Tiere ein - heute angesichts der vielen Pferde im Landkreis schwer vorstellbar.

 

Von Anfang an legten die "Pferdefreunde Dachau" großen Wert auf die Herbstjagden. Fast jedes Wochenende im Herbst galoppierte die bunte Gruppe von Pferden über die Felder.


Gottfried Lembert vom "Eschenhof" erinnert sich noch an die erste Vereinsjagd. "Es hat über Nacht geschneit, alles war ganz weiß." Lembert holte sich am Ende der ersten Vereinsjagd auch den Fuchs - und seine Stute "Fermine" musste danach Modell für das neue Vereinslogo stehen. Und so ist es geblieben: das Portrait von "Fermine" schmückt bis heute alle Schreiben der „Pferdefreunde Dachau“.

 

Auf eigene Schulpferde verzichteten die Pferdefreunde allerdings schon nach kurzer Zeit. Die Schulpferde wurden damals vom Stall "Waldfrieden" übernommen - und fortan konzentrierte sich der Verein stärker auf die Organisation von Veranstaltungen rund ums Pferd: Turniere, Kurse, Umzüge, Wanderritte, Sternfahrten und die Herbstjagd.

 

Auch große Turniere ließen nicht lange auf sich warten. Sie wurden anfangs auf dem Fußballplatz in Dachau-Ost ausgetragen, wo heute noch der SSV Dachau-Ost seine Heimat hat. Natürlich mussten die Turnierreiter bis zur Sommerpause warten - schließlich sollte sich die Grasnarbe bis zum Herbst wieder erholen. Das funktionierte auch zwei Jahre lang. Aber im dritten Jahr regnete es heftig vor dem Turnier der Pferdefreunde - und die Spuren, die die beschlagenen Hufe hinterließen, machten aus dem gepflegten Fußballplatz einen morastigen Acker. Leider: Im Herbst sah der Platz für die Fußballer immer noch schrecklich aus, die Gastfreundschaft der Freunde des runden Leders fand ein Ende. Immerhin: es gibt nicht viele Fußballplätze, auf denen sogar schon eine Oberbayerische Meisterschaft in Springen und Dressur stattfand.

 

In den 70er- und 80er Jahren wuchs die Mitgliederzahl der "Pferdefreunde Dachau" langsam aber stetig auf 300 an. Erst in den letzten zehn Jahren stieg die Zahl sprunghaft an. Kein Wunder: das Interesse am Turniersport nahm immer mehr zu, eine neue Regelung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung machte die Zugehörigkeit zu einem Verein für Turnierreiter zur Pflicht. Mit über zehn Turnieren im Jahr sorgt der Verein "Pferdefreunde Dachau" für seine turnierbegeisterten Mitglieder. Auch da hat sich im Niveau einiges getan: Während bei den ersten Turnieren nur Springen und Dressur bis zur Klasse L ausgeschrieben waren - bessere Reiter gab es damals im Landkreis einfach nicht - sind heute selbstverständlich auch Prüfungen in den schweren Klassen mit im Angebot. Die Qualität von Ross und Reiter hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Und um die Zukunft des Pferdes muss sich heute wirklich keiner mehr Gedanken machen: Im Landkreis Dachau leben heute mehr Pferde als jemals zuvor - auch mehr als zu den Zeiten, in denen Pferde noch unentbehrliche Arbeiter in der Landwirtschaft waren.

 

Auch die Struktur an der Spitze des Vereins hat sich den Zeiten angepasst. Wo früher ein Vorstand mit einem Präsidenten an der Spitze stand, sind heute sieben gleichberechtigte Vorstände dabei. Sie teilen sich die Arbeit, die mit Deutschlands zweitgrößtem Reitverein verbunden sind. Dabei werden sie inzwischen von einer professionellen Geschäftsstelle unterstützt: Inge Rappl, die vielen Turnierreitern als „Die Meldestelle“ bekannt ist, meldet sich für die Pferdefreunde am Telefon und kümmert sich um die Verwaltung der Mitglieder. Und so wie der Verein aufgestellt ist, können das ruhig noch mehr werden ...

 

Denn auch in Zukunft soll gelten: Bei den "Pferdefreunden Dachau" sind nicht nur diejenigen willkommen, die im täglichen Fellkontakt zu den Vierbeinern stehen, sondern alle, die die Tiere von der Ferne lieben und bewundern. Pferdefreunde eben ...

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